
rennersistas: Pin-Oh! Noir 2023 & WSSBRGNDR 2017
Gols, Burgenland
Rebsorte: Pinot Noir
Kategorie: classic – funky – crazy
Dort, wo bis in die 60er die Pestsäule vor den imaginären Toren von Gols stand, ist heute das Weingut der Renners zu finden. Wir sitzen mit Stefanie und Georg Renner am Tisch und diskutieren mit ihnen neben der Weingutshistorie rund um die Großeltern und Vater Helmut, der unter anderem die Pannobile-Gruppe mitbegründet hat, auch ihren eigenen Weg ins Weingut. Dass alle drei Rennergeschwister – Susanne, Stefanie und Georg – zuerst das Weite suchen sollten, um später mit voller Gewissheit zurückzukommen, war schon beinahe schicksalhaft. Den Anfang haben Susanne und Stefanie 2015 gemacht. Unter dem Namen rennersistas sind damals komplett eigenständige Naturweine entstanden, die sich ganz absichtlich von den Weinen von Papa Helmut abgrenzten. Schon ab 2016 haben die beiden das Ruder im Weingut komplett übernommen und 2020 gaben sich schließlich Susanne und Georg die Klinke in die Hand. Seither sind rennersista Stefanie und der rennerbrotha Georg hauptverantwortlich für alles, was unter dem Namen Renner und rennersistas passiert. Wir diskutieren mit den beiden, wie sich ihre Stilistik über die Jahre entwickelt hat, weshalb es manchmal ganz einzigartige Weine wie den WSSBRGNDR 2017 gibt, die nicht replizierbar sind und wo die Reise für die Renners hingeht.
Fotos: © Wein für Wein
Verkostungsnotiz Pin-Oh! Noir 2023
Helles, strahlendes Rot. In der Nase sofort pure Frische, helle rote Frucht die für uns in Richtung Cranberry und Preiselbeer geht. Das ist sehr kühl und frisch, dennoch direkt offen und verspricht unendliche Saftigkeit. Unter diesem ersten, frischen, hellfruchtigen Eindruck kommt eine feine Würze dazu, auch leicht florale Noten, die den Wein nochmal heben. Am Gaumen macht das sofort sehr saftig auf, wir sind wieder bei heller roter Frucht – Cranberry, Preiselbeer, etwas Kirsche. Alles auf der frischen Seite, aber niemals unreif. Die schöne Würze aus der Nase findet sich hier auch am Gaumen wieder, der Säurezug sorgt für unendlich Trinkfluss. Die rote Frucht bringt eine leichte Fleischigkeit mit, auch das passt perfekt zum Gesamtbild des Weins und unterstützt diese unendliche Saftigkeit. Ein ganz feiner Ticken Tannin hinten dran gibt dem Wein das kleine Etwas an Struktur, das er benötigt – und Schluckwiderstand ist hier natürlich genau gar keiner vorhanden. Trotz der Saftigkeit und der Trinkigkeit des Weins haben wir hier Länge und Tiefe im Glas, das hat Druck, das hat Spannung – was für eine Balance!
Und hier findet ihr den Wein
Die Weine der Renners bekommt ihr im eigenen Online Shop, außerdem findet ihr sie z.B. bei WEIN & CO, wo es auch den Pin-OH Noir um knapp € 30 gibt.
Das können wir noch empfehlen…
El Maestro Blaufränkisch gibt’s bei den Renners in verschiedensten Spielarten. Und alle sind sie saugut – holt euch unbedingt den Late Release des Blaufränkisch 2017. Den haben wir auf der Naturwein im Reaktor im November 2025 verkostet und waren echt beeindruckt.
Podcast-Folge Nr. 239
Unsere Podcast-Folge mit Stefanie und Georg Renner könnt ihr überall hören, wo es Podcasts gibt – zum Beispiel direkt hier oder bei Spotify.





